deutsch
english
Ausstellungen
exhibitions
Künstler
artists
News/Presse
news/press
Galerie
gallery
Kateřina Šedá
Kateřina Šedá
1+1
1+1
Fotos
photos
Pressemitteilung / herunterladen
press release / download
ARRATIA, BEER freut sich mit 1+1 die erste Einzelausstellung der tschechischen Künstlerin Kateřina Šedá in Deutschland zu präsentieren.
ARRATIA, BEER is pleased to present 1+1 by the Czech artist Kateřina Šedá, marking her début solo exhibition in Germany.
In ihren Projekten und Interventionen untersucht Šedá(* Brno, 1977) die Tagesabläufe und verschiedenen Lebensentwürfe unterschiedlichster Menschen. Ihre eigene künstlerische Entwicklung hat sich in konzentrischen Kreisen um ihr eigenstes persönliches Umfeld entwickelt. In ihrer Arbeit „Das ist alles egal” macht die Künstlerin intime Details aus dem Umkreis ihrer Familie öffentlich. Ihre Grossmutter Jana ist die Protagonistin dieses Kunstwerks.
In her projects and public interventions, Šedá (* Brno, 1977) scrutinises the daily routines pursued by individuals journeying along the various paths of their lives. Šedá’s own artistic development traces a pattern of concentric circles enclosing her personal environment. In “It Doesn’t Matter”, the artist conveys intimate details from her family milieu to the outside world. Her grandmother, Jana is the protagonist of this work.
Ausgelöst durch ihre Pensionierung und den Tod ihres Ehemannes erlitt Jana eine jahrelange Depression. Jana, nachdem sie für 33 Jahre die Leiterin eines Eisenwarenladens war, beschloss „einfach nichts mehr zu tun“. In den Worten der Künstlerin: „‚Das ist alles egal’, ist die Antwort auf die meisten unserer Fragen. Und obwohl sie gesund ist und in der Lage, für sich selber zu sorgen, sind wir gezwungen absolut alles für sie zu tun und ihr jede Entscheidung abzunehmen (...) das hat mich angespornt, ihr etwas zu tun zu geben und sie in ein Gespräch zu verwickeln.“
Jana suffered a deep depression for many years, triggered by her retirement and the death of her husband. After being the head of the tools stock in a hardware store in Brno for 33 years, Jana decided, in the words of Šedá to “become completely inactive”: “‘It doesn’t matter’. That’s the answer she gives to most of our questions. And even though she’s healthy and self-sufficient, we’re forced to do absolutely everything for her, including make decisions for her (...) that is what inspires me to try to get her to do something, which could also open new discussions for us.”
Am besten schien der Künstlerin der Versuch, Jana an ihr Berufsleben zu erinnern. Sie forderte ihre Grossmutter heraus, alle Handelsgegenstände des Eisenwarenladens zu skizzieren. Erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass die Grossmutter in der Lage war, alle 650 Produkte zu zeichnen und inklusive aller Angaben, wie Grösse, Art und Preis zu benennen. Die Ausstellung präsentiert neben diesen Zeichnungen eine Dokumentation, sowie Interviews dieser Interaktion. In einem Video sieht man, wie die Grossmutter Jana in ihrer Küche sitzt und Zeichnungen verfertigt, während sie mit ihrer Enkelin redet. Dadurch bekommt der Betrachter eine Ahnung von der Intensität des 3 Jahre dauernden Projektes. Im Video „tanzt“ die Kamera um die Grossmutter herum und offenbart einen Moment von grosser Nähe und subtiler Ironie.
In an attempt to revive Jana’s active life, Kateřina Šedá proposed her a challenge, namely that her grandmother should sketch the range of goods sold in the hardware store. It turned out that Jana was able to sketch and name each one of the 650 items on sale, including size, shapes and price. The exhibition includes the drawings, documentation and interviews, which gives the spectator a glimpse into the 3 year process of the project, as well as a video which depicts Jana drawing in her kitchen while talking to her granddaughter. The straightforward video, where the camera “dances” around Jana, reveals a very personal moment where affection and subtle irony intercepts and offsets each other.
Kateřina Šedá hat an der Akademie der Künste, Prag studiert. 2005 erhielt sie den Essl-Preis und den Jindrich Chalupecky-Preis. Ihre Arbeiten wurden in der 2. Prag-Biennale gezeigt, sowie in der Ausstellung „Hotspots & Essl Awards“ in Wien.
Kateřina Šedá trained at the Academy of Arts in Prague. In 2005, she was the recipient of the Essl Award and the Jindrich Chalupecky Award, Her work has been included in the Prague’s Biennale 2, and “Hotspots & Essl Award” at the Essl Collection in Vienna.
© Copyright 2010 ARRATIA, BEER. All Rights Reserved
© Copyright 2010 ARRATIA, BEER. All Rights Reserved
info (at) arratiabeer.com
info (at) arratiabeer.com